Der Pflichtteils-Prozess

Wie auch das außergerichtliche Verfahren, so ist auch der Pflichtteils-Prozess zweigliedrig. Regelmäßig erfolgt die Geltendmachung des Pflichtteils durch eine Stufenklage.

Der Pflichtteils-Prozess hängt im Wesentlichen von dem Ergebnis des außergerichtlichen Verfahrens ab. Danach entscheidet sich, ob der Pflichtteils-Prozess als Stufenklage oder aber als reine Zahlungsklage durchgeführt wird.

Auskunftsanspruch

Viele Erben erklären sich außergerichtlich durchaus zur Auskunftserteilung bereit. In diesem Fall kann die erste Stufe einer Stufenklage (Auskunftserteilung) entfallen und dann lediglich im Rahmen einer Zahlungsklage über das Bestehen und die Höhe des Pflichtteils gestritten werden. Verweigert jedoch der Erbe die Auskunftserteilung, so ist der Pflichtteilsberechtigte gehalten, zunächst Auskunft über das Bestehen des Nachlasses zu verlangen.

Zahlung des Pflichtteils

Kann der Pflichtteilsberechtigte die Höhe seines Pflichtteils berechnen, so kann er die Zahlung des Pflichtteils verlangen. Dies geschieht entweder im Rahmen einer direkten Zahlungsklage nachdem der Erbe bereits außergerichtlich sämtliche erforderlichen Auskünfte erteilt hat oder aber innerhalb der zweiten Stufe einer Stufenklage, nachdem der Erbe bereits zur Auskunftserteilung verurteilt wurde.

Unsere Empfehlung

Die Durchführung des Pflichtteils-Prozesses hängt im wesentlichen von den Zielen der Parteien ab. Unsererseits stimmen wir daher das Vorgehen eng mit unseren Mandanten ab. Dabei sollte auch beachtet werden, dass gerichtliche Entscheidungen auch durch eine Berufung und/oder Revision noch abgeändert werden können. Auch sollte stets berücksichtigt werden, ob eine einvernehmliche Lösung der Parteien, z.B. im Rahmen einer Mediation, erzielt werden kann. Auch hierbei begleiten wir unsere Mandanten.

Wir beantworten Ihre Fragen unter
040 - 34 80 97 50

Schwerpunkte